Donnerstag, 2. März 2017

Stimmung

Dauernd fröhlich lachend, geht kaum.

Der Alltag holt uns schnell ein, wenn Sorgen, Schmerzen und Not und Trauer an die Tür klopfen, polternd hereintrampelt, ohne eingeladen worden zu sein. Das betrifft natürlich eine jegliche Altersgruppe, Belastungen sind altersunabhängig.

Es gilt sich selbst schnellstens herausziehen aus einem Tief und das fordert einen enormen Kraftakt, dem nicht jeder gewachsen ist. In den letzten Wochen wurde ich sensibilisiert, durch verschiedene Gespräche mit einzelnen Menschen aufmerksam gemacht. Wir leben in einer schnellen Welt, lauten, grellen und zum Teil oberflächlichen Welt. Wie kann man - verallgemeinert - mit diesem Thema umgehen?!

Ich möchte mit unterschiedlichen Mustern aufzeigen, wie andere Mitmenschen es leisten und nicht zuletzt meine eigene Umsetzung mit dem Schmerzalltag als Arthrosepatientin beschreiben...

...Aktuell - genau gesagt seit gestern, dem politischen Aschermittwoch - liegen wir (der Schatz & ich) auf der Nase. Jeder für sich, es geht nur so. Auf der Nase?! In Wirklichkeit läuft sie rasend, die besagte Nase, ununterbrochen. Es ist weiß-Gott nicht dramatisch! Es gibt wesentlich schlimmere Dinge im Leben. Allerdings, ja - es ist lästig. Frau steht nämlich auf der Leiter und soll soundsoviele Bilder für die bevorstehende Vernissage "COLLAGERIE" (klingt das nicht toll!?) aufhängen. Die verantwortliche Ansprechpartnerin ist selbst erkrankt. Sonst kennt sich im Haus niemand aus, beziehungsweise es kam der Satz:" Wir schließen um 17 Uhr!" Als wollten wir nur annähernd so lange bleiben. Nein, es wurden einige meiner Kunstschätzchen angebracht. Es ist zudem das falsche Stockwerk. Die Bilder, die meinigen, sollten in den zweiten Stock. Jetzt hängen sie in der dritten Etage. Irgendetwas in mir fragt, wie es weitergeht. TickTack... die Zeit verrinnt.



Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen". Weil die Jugend Jahre, das Alter nur noch Tage vor sich hat?

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

(1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1893



Kommentare:

Klaerchen hat gesagt…

Liebe Heidrun , es ist sicher nicht immer leicht mit dem Alltag umzugehen und wenn noch einige Dinge schief laufen, die gute Laune zu behalten.
Geht es einem gesundheitlich nicht gut, gehört schon auch einiges an Optimismus dazu um zu sagen, morgen wird alles besser. Bisher hat mich noch kein Schniefen erwischt, aber mein Rheuma macht sich bemerkbar bei dem wechselhaften Wetter.
Alles wird gut, morgen sieht di Welt schon wieder anders aus.
Liebe Grüße und Gesundheit schicke ich Dir, und Daumen drücken für die Ausstellung,
Klärchen

Erica Sta hat gesagt…

Och, ich sehe es entspannt. In den letzten elf eher zwölf Wochen weiß ich nur zu gut, was ich gestemmt habe an Kunstwerken. Dir, liebes Klärchen danke ich für die lieben Worte und das Daumendrücken! Für Deine rheumatischen Beschwerden, die ich mir nur zu gut vorstellen kann, wünsche ich im Gegenzug gute Besserung. Die wechselhafte Witterung, die klimatischen Veränderungen beuteln durchaus auch ansonsten gesunde Menschen: Hier höre ich öfter Klagen bezüglich des Kreislaufs.

Die Erkältung, die uns beide - und nur das ist's - vergeht wieder. Allerdings müssen wir, der Gatte und ich, es dennoch beachten und dem Körper Ruhe gönnen.

Liebe Grüßle zurück

Eva-Maria H. hat gesagt…

Hallo Erica,

ich kann mich hier nicht beklagen, aber im Moment hat ich meinen Heuschnupfen bekommen, das dauert eben und sonst bin ich aber guter Dinge. Ich bin gesund und kann mich bewegen.

Ich habe Jemand interessantes durch das Fernsehen gesehen und bin begeistert von dieser Frau.

Es gibt doch noch mehr Frauen, denen das Alt werden so gar nichts ausmacht.

http://greta-silver.de/

Sie modelt auch und ich finde sie eine großartige Frau.

Lieben Gruß Eva

Erica Sta hat gesagt…

Heuschnupfen kann heftig sein, Dir gute Besserung und beschwerdefreies Atmen und Sehen. Bloß gut, dass Du Dich bewegen kannst - das ist mir momentan noch sehr eingeschränkt. Der Bruch im Mittelfuß heilt allmählich, es braucht eben seine Zeit.

Die besagte Greta Silver kommt mir vom Namen her bekannt vor. Muss ich morgen recherchieren...
...Dir wünsche ich einen angenehmen Abend und sende herzliche Grüßle