Dienstag, 25. Juli 2017

Wie denkt WER...

...über das Alter!?

Kleine und größere Grübeleien

Wie wird man eigentlich alt - oder wie bleibt man ewig jung?!

Eine Frage, die uns Menschen seit Ewigkeiten beschäftigt. Denke ich beispielsweise an die Idee des Jungbrunnens. Wir möchten zwar länger leben doch keinesfalls alt aussehen!



Die Suche nach der Quelle der ewigen Jugend wird bereits im Alexanderroman geschildert und fand unter anderem hierüber im Orient – besonders in der syrischen Literatur, nach manchen Deutungen auch im Koran (Sure 18,60–64) – wie im Okzident Verbreitung.
Der spanische Konquistador Juan Ponce de León suchte auf seiner Expedition nach Florida 1513 vergeblich nach dem verheißenen Jungbrunnen. Möglicherweise folgte er dabei Gerüchten von einer Insel Bimini, auf der sich ein Brunnen der Jugend befinde.
"Modern behandelt Anti-Aging sich mit dem Thema und bietet für fast jeden Geldbeutel, jeden Geschmack von Kopf bis Fuß geeignete Produkte an. Ich zitiere weiter "die Lebensqualität im Alter möchte lange auf hohem Niveau erhalten werden und das Leben insgesamt verlängert sein. Verwendet wird dieser Begriff in der Medizin, von Ernährungswissenschaftlern, der Nahrungsergänzungsmittelindustrie, von Kosmetikherstellern und auch teilweise im Zusammenhang mit Schönheitsoperationen." 

Anti-Aging ist also ein Marketingbegriff.



Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen".
Weil die Jugend Jahre, das Alter nur noch Tage vor sich hat?



(1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin
Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1893

Mein persönliches Programm.

In den Jahrzehnten hat sich mein Fitnessverhalten gewaltig geändert - es musste der gesundheitlichen Situation angepasst werden. Früher spielte ich Volleyball, macht Taekwondo, in der Halle wurde der Squashball geschlagen...

...heute bin mit einem Aquafitprogamm besser bedient - was, wie weiter unten beschrieben nicht stattfindet.


Existiert denn der Mensch nur für einen bestimmten Lebensabschnitt?
Ist die Kindheit nur Ouvertüre, das Alter nur Epilog?

(1831 - 1919), deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin
Quelle: Dohm, Werde, die du bist, 1894


Was ich sonst FÜR mein Alter tue?!

Nicht mehr rauchen zum Beispiel. Ein Laster, das ich allerdings vor Jahren bereits erfolgreich ablegen konnte. Es fehlt kein bisschen. Der einzige Nachteil: Die Gewichtszunahme! Was natürlich auch dem zunehmenden Alter geschuldet ist, beziehungsweise meiner persönlichen Lebenssituation, der wachsenden Einschränkung der Bewegung. Da setze ich gezielt an und versuche dagegen zu rudern. Die erwähnte AquaFit Stunde fällt jedoch in Ermangelung eines Schwimmbeckens buchstäblich ins Wasser. Sparmaßnahmen! Die Hessingklinik, die als renommiertes Krankenhaus in Augsburg explizit die Anlaufstelle war, deren Bewegungsbad wurde aus Kostengründen eingestellt. Es gibt zwar im Alten Stadtbad ein Programm, doch die Bedingungen - nämlich die Wassertemperatur - ist weniger ideal.

Nun e-bike ich! Beziehungsweise versuche dies gezielt in meinen Alltag einzubauen.

Der Mensch weiß erst dann, was er leisten kann,
wenn er es versucht.
(1778 - 1827), eigentlich Niccolo Foscolo, italienischer Dichter,
Romancier und Dramatiker

Montag, 17. April 2017

Festtage

...zum gemeinsamen Feiern.

Was macht man so an den Feiertagen? Blöde Frage, denkt ihr! Nun, es gibt genug Menschen, die zum Beispiel trotz des Feiertags - Ostern, Pfingsten, Advent und Weihnachten sowie den vielen anderen religiös oder weltlich verordneten Festtagen arbeiten gehen. Oder auch an etlichen Sonntagen. Die Berufsgruppen sind an und für sich jedem bekannt.

In unserem näheren und ferneren Freundeskreis sind u. a. ein Freund, der bei der Berufsfeuerwehr Dienst hat, eine Freundin ist OP-Krankenschwester oder auch jemand, der im Seniorenheim tätig ist. Nicht zuletzt unsere, die meines Mannes und mir, geleistete Tätigkeit im Verlag.

Nun, eigentlich kenne ich es nicht anders! Über die Jahre zurück geblickt kam es immer wieder vor, dass vor allem mein Mann eingeteilt war, während die verbleibende Familie noch zu Tisch saß und er abfahren musste.

Es bedurfte dafür jeweils einer anderen Zeiteinteilung, damit wir den Feierlichkeiten beiwohnen konnten. Natürlich, wird der verständige Leser jetzt einwenden, dass es dafür eine entsprechende Entlohnung gab und / oder nachträglich Freizeit. Seid versichert, es bedeutet ein intensiveres Begehen der jeweiligen Feiertage. Es ist tatsächlich um ein vielfaches anstrengender diese Schichten über die Jahre auszuhalten und bedarf eines sonst ruhigen ausgleichenden Lebens.


... und ab und an einem Dankeschön, dass Du, Du und Du 
etwas für die Gemeinschaft leistest, während ich mich ausruhen 
und freuen kann beim Feiern!


Dank für empfang'ne Wohltat wird
ein Edler nie vergessen.
Dank für erwies'ne Wohltat wird
ein Edler nie erpressen.
Daniel Sanders

(1819 - 1897), deutscher Lexikograf, Sprachforscher und Lehrer

Mittwoch, 22. März 2017

Die Seele der Erde

So lautet die Übersetzung von Kamut, einer uralten Getreidesorte, dessen Körner man seinerzeit als Grabbeigabe in einem ägyptischen Grab entdeckt hatte.

Warum es heute hier erwähnen?! Nun, es gilt mehr den je sich bewusst, gesund und ausgewogen zu ernähren. Ein großes Thema: Was koche ich heute, was gibt es morgen auf den Tisch?

Im Gespräch mit der Freundin kam mir unlängst der Gedanke wieder einmal selbst einen Nudelteig zu erstellen und dann weiter daraus Teigtaschen zu machen.

Doch ein Blick in die Vorratsecke verriet, dass dafür das Mehl fehlt. Also galt es entsprechend einzukaufen. So stolperte ich quasi über den Begriff Kamut  *klick (verlinkt mit der Kamut-Website) was wie erwähnt übersetzt: Seele der Erde bedeutet.

Ist das nicht wunderschön?


::: Onkel beziehungsweise Tante Wiki klärt auf :::

Khorasan-Weizen (Triticum turgidum × polonicum), auch Kamut genannt, ist eine alte Sorte des Sommerweizens, die nach genetischen Untersuchungen eine natürliche Hybride aus Hartweizen (Triticum durum) und einer Weizen-Wildform Triticum polonicum ist. 

Wie der Name der Weizensorte („Khorasan-Weizen“) andeutet, wird nach dem gegenwärtigen Stand der genetischen Forschung von einem Ursprung aus Chorasan, der Nordostprovinz des Iran, ausgegangen. Erstmals beschrieben wurde die Sorte bereits im Jahre 1921Die Anbaugebiete waren ursprünglich der Fruchtbare Halbmond (ÄgyptenLevanteAnatolienIrakIran) und der Kaukasus (ArmenienAserbaidschanRusslandUsbekistan und Dagestan). 

Charakteristisch ist die schwarz begrannte Ähre und ein Korn, das deutlich länger ist als das des Hartweizens. Die Sorte eignet sich wie Hartweizen besonders zur Herstellung von Teigwaren.

Der Khorasanweizen zählt, wie Einkorn und Emmer, zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Einkorn und Emmer wurden bereits vor 10.000, Khorasanweizen vor etwa 6.000 Jahren angebaut. Die alten Getreidearten liefern weit geringere Erträge als die neueren Kulturformen. Sie sind anspruchsloser und unempfindlicher gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall. 

Da Khorasanweizen kaum auf Kunstdünger anspricht, war die Sorte für die konventionelle Landwirtschaft nie interessant. Es ist ein ideales Korn für den Bio-Anbau, das allerdings warmes und trockenes Klima bevorzugt. In Deutschland sind die klimatischen Voraussetzungen für den Anbau schwierig.

Erinnerung gleicht einem Speicher;
Mit jedem Tag füllt er sich neu –
An Weizen leer, ist überreich er
Gar oft an inhaltsloser Spreu.
Um jede Thorheit fortzubringen,
Braucht' es der Säcke Legion –
Die Körnlein von gedieg'nen Dingen –
Die trüge leicht ein Spatz davon.

Unbekannt
Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun &
Schneider, München. Originaltext